Kübler

Gunhild Kübler studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg, Berlin und Zürich. Sie promovierte 1981 bei Peter von Matt mit einer Arbeit über Frauenrollen in der Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Danach arbeitete sie als Kulturjournalistin für die «Neue Zürcher Zeitung» und das Schweizer Radio und hatte Lehraufträge an den Universitäten von Bern und Basel. Von 1995 bis 2001 war sie Redakteurin der «Weltwoche» und gehörte zwischen 1990 und 2006 zum Kritikerteam im «Literaturclub» des Schweizer Fernsehens. Seit 2001 schreibt sie für die «Neue Zürcher Zeitung am Sonntag». 2008 erschienen ihre gesammelten Kolumnen «Noch Wünsche?» (DoerlemannVerlag). 2009 veröffentlichte sie zusammen mit Verena Auffermann, Ursula März und Elke Schmitter «Leidenschaften – 99 Essays über Autorinnen der Weltliteratur von Sappho bis Elfriede Jelinek» (btb-Verlag). Seit 1999 beschäftigt sie sich intensiv mit der amerikanischen Lyrikerin Emily Dickinson und publizierte 2015 die erste deutsche Gesamtausgabe von Dickinsons rund 1800 Gedichten (Hanser-Verlag). Ihre Übersetzung wurde mit dem Paul-Scheerbart-Preis und mit Anerkennungspreisen der UBS-Kulturstiftung und des Kantons Zürich ausgezeichnet.